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St. Katharinen-Kirche Zwickau-Zentrum

Europäisches Kulturerbesiegel „Stätte der Reformation"

Europäisches Kulturerbesiegel (© Senatsverwaltung Berlin)

Europäisches Kulturerbesiegel (© Senatsverwaltung Berlin)

 Seit dem 16. Mai 2014 trägt die Katharinenkirche in Zwickau offiziell das Europäische Kulturerbesiegel „Stätte der Reformation”.  Seit der Vereinigung der Nicolai-Kirchgemeinde mit der Katharinenkirchgemeinde Zwickau am 1.7.2014 gehört die Katharinenkirche zu unserer Kirchgemeinde.

Folgende Informationen zum Europäischen Kulturerbesiegel könnten Sie in diesem Zusammenhang auch interessieren: Die Nationale Kontaktstelle für Kulturförderung der EUBundesregierungStätten der Reformation

Öffnungszeiten der Katharinenkirche

Die Katharinenkirche Zwickau ist von Dienstag bis Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Wissenswertes zur St. Katharinenkirche Zwickau

Katharinenkirche Zwickau

Katharinenkirche Zwickau

Die Kirche wird erstmals 1219 urkundlich erwähnt. Sie war als Klosterkirche eines Nonnenkonvents der Benediktiner in unmittelbarer Nähe zur Burg Osterstein errichtet worden. Nach Verlagerung des Klosters nach Eisenberg (1219) wird sie als Stadt- und Schlosskirche (bzw. Königskirche) bezeichnet.

Seit ihrer Gründung prägt sie zusammen mit der St. Marienkirche die Silhouette der Stadt. Heute gehört sie zu einem erweiterten denkmal- geschützten Ensemble bestehend aus Schloss, St. Katharinenkirche, St. Nepomuk, AltePosthalterei, Kornhaus und Pulverturm.

Die Katharinenkirche wurde als eine romanische Saalkirche mit zweitürmigen Westwerk errichtet. In Folge von Stadtbränden 1328 und 1403 erhielt sie durch Um- und Neubau 1460 bis 1480 ihre spätgotische Gestalt. Nochmalige Veränderungrn erfolgten im 19. Jh.

 

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Grundriss der Katharinenkirche

Kostbarstes Teil der Innenausstattung ist der Altar aus der Werkstatt von Lukas Cranach dem Älteren von 1518. Die Kanzel wurde 1538 von Paul Speck geschaffen. Auf der Empore befindet sich die Jehmlich-Orgel (1967) mit 19 Registern.Die Kirche ist vollkommen aus rötlichem Sandstein erbaut und charakterisiert durch Hauptturm und Dachreiter sowie steilem Satteldach. Im Inneren bilden drei Joche den Chorraum. Drei weitere Joche bilden über Arkadenbögen die dreischiffige Hallenkirche mittlerer Größe. Bemerkenswert ist die unterschiedliche Gestaltung der drei Hallengewölbe, die in Sternform, Netzwerk und Kreuzformen ausgeführt sind. Eine kunsthistorische Besonderheit ist die Sakristei mit achteckigem Grundriss und achtzackigem, gotischen Sterngewölbe, welches mittig auf einem Bündelpfeiler ruht. Die Katharinenkirche wirkt schlicht und elegant durch ihre ausgewogene Architektur und Helligkeit des Raumes.

 

Altar geschlossen

Altar geschlossen

Altar geöffnet

Altar geöffnet

Bemerkenswert ist die einzige erhaltene historische Läuteglocke von 1482, welche von Oswald Hilliger hergestellt wurde und das „Tuchmacherglöckchen“ am Hauptturm. Heute ist die Katharinenkirche ein Denkmal von nationaler Bedeutung. 

Die Historie der St. Katharinenkirche ist nachhaltig durch die Zeit der Reformation in Deutschland geprägt. Auf Empfehlung Martin Luthers wurde Thomas Münzer durch den Rat der Stadt Zwickau 1520 als Prediger berufen. Er wirkte an der St. Marienkirche und später bis April 1521 an der Katharinenkirche. Von hieraus beginnt sein revolutionäres Weg, der ihn später zu einem Führer des Bauernkriegs (1524/1525) in Mitteldeutschland werden lässt. Sein Andenken als Vertreter der Reformation ist über die Jahrhunderte erhalten geblieben. Im 30-igjährigen Krieg, ergab sich die Stadt Zwickau nach dem Beschuss durch kaiserlichen Truppen. Auch die Katharinenkirche war von den Kampfhandlungen betroffen. Im 2. Weltkrieg blieb die Kirche unbeschädigt. Eine natürliche Gefahr für die Stadt und ihre Kirchen waren durch die Jahrhunderte Überschwemmungen des Stadtgebietes, durch die Zwickauer Mulde.

Der Katharinenkirche wurde im Mai 2014 das Europäische Kulturerbesiegel im Netzwerk „Stätten der Reformation“ verliehen. Grund ist unter anderem das Wirken Thomas Müntzers als evangelischer Prediger 1520/21 an dieser Kirche.

 Literatur: H-J- Krause, Die Katharinenkirche zu Zwickau;

 R- Sieber, St. Katharinenkirche zu Zwickau

 H. Gebhardt

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