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VEREINIGUNG DER KATHARINEN- UND DER NICOLAI-KIRCHGEMEINDE

 IMG_7591Liebe Gemeinde,

seit dem 1.  Juli  2014  sind  die  Ev.-Luth.  Nicolai-Kirchgemeinde  und  die  Ev.-Luth.  Katharinenkirchgemeinde  Zwickau  vereinigt.  Die  neu  gebildete  Kirchgemeinde  trägt  weiterhin  den Namen „Ev.-Luth. Nicolai-Kirchgemeinde Zwickau“.

Der Kirchenvorstand der neu gebildeten Kirchgemeinde hat sich in seiner ersten Sitzung am 11. Juli 2014 konstituiert und seine Arbeit aufgenommen. Er setzt sich aus den beiden Kirchenvorständen der bisherigen Nicolai- und Katharinenkirchgemeinde zusammen. Zum Vorsitzenden wurde Pfr. Frank Bliesener gewählt. Der Kirchenvorstand hat entschieden, in der Übergangszeit bis zur Einführung des noch neu zu bildendenden Kirchenvorstandes am  1.  Advent  dieses  Jahres  ausnahmsweise  zwei  stellvertretende  Vorsitzende  einzusetzen,  um  eine  möglichst  kontinuierliche  Fortführung  der  Arbeit  zu  gewährleisten.  Als stellvertretende Vorsitzende wurden Heinrich Gebhardt und Prof. Alfred Brunner gewählt.

Anfang Januar 2014 hatte der Kirchenvorstand der Katharinenkirchgemeinde den Kirchen-vorstand der Nicolai-Kirchgemeinde offiziell angefragt, ob sich die beiden Kirchgemeinden vereinigen könnten, weil abzusehen war, daß in der kleiner gewordenen Katharinenkirchgemeinde sich nicht genügend Kandidaten für die Bildung eines neuen Kirchenvorstandes finden würden. Deshalb sollte die Vereinigung unbedingt vor der Neubildung der Kirchen-vorstände  erfolgen,  damit  die  vereinigte  Kirchgemeinde  noch  einen  arbeitsfähigen Kirchenvorstand würde bilden können. Die beiden Kirchenvorstände wurden sich darüber einig,  daß  vor  einem  Beschluß  unbedingt  auch  die  Gemeinden  in  den  Prozeß  der Entscheidungsfindung einbezogen werden müssten.

Dies erfolgte im Februar in Form zweier getrennter Kirchgemeindeversammlungen sowie durch  Veröffentlichung  des  Vorhabens  im  Gemeindebrief.  In  beiden  Kirchgemeinde-versammlungen wurde dem Anliegen grundsätzlich Zustimmung erteilt. Daraufhin wurde die Vereinigung in beiden Kirchenvorständen getrennt beschlossen und der Vereinigungs-vertrag  ausgefertigt,  unterschrieben  und  zur  Genehmigung  beim  Regionalkirchenamt eingereicht.

Ursprünglich  hatten  sich  die  Kirchenvorstände  nach  Rücksprache  mit  dem  Superintendenten  und  dem  Regionalkirchenamt  auf  den  Namen  „Ev.-Luth.  Stadtkirchgemeinde Zwickau“ für die neue Kirchgemeinde geeinigt. Dieser  Name  ist  jedoch  vom  Landeskirchenamt  nicht  genehmigt  worden,  weil  die  neue Kirchgemeinde nur einen Teil des Stadtgebietes umfasse und der Name keinen biblischen Bezug bzw. Namenspatron enthalte. Damit die rechtzeitige Vereinigung nicht an der Namenswahl scheitere, hat daraufhin der Kirchenvorstand  der  Katharinenkirchgemeinde  beschlossen, auch den  Namen  „Ev.-Luth. Nicolai-Kirchgemeinde“  zu  akzeptieren.  Der  Kirchenvorstand  der  Nicolai-Kirchgemeinde hat sich diesen Beschluß zu eigen gemacht.  Zuvor  hatte  Superintendent  Dittrich  gegenüber  dem  Landeskirchenamt  die  Namenswahl „Stadtkirchgemeinde“ begründet und um Genehmigung gebeten – jedoch ohne Erfolg.

Die  Nicolai-Kirchgemeinde  ist  Rechtsnachfolgerin  der  bisherigen  Schwesterkirchgemeinden. Das Pfarramt hat seinen Dienstsitz im Domhof 10. Die Kirchgemeindeverwaltung hat hier ihre Hauptstelle; die ehemalige Pfarramtskanzlei der Katharinenkirchgemeinde in der Katharinenstraße 27 bleibt bis auf weiteres als Außenstelle bestehen.

Auf  diese  Weise  haben  sich  nunmehr  zwei  Kirchgemeinden  wieder  vereinigt,  die  früher über Jahrhunderte eine Kirchgemeinde (Parochie) gebildet hatten. Denn die Katharinen-kirchgemeinde  mit  der  Katharinenkirche  bestand  erst  seit  dem 1.  Januar  1893  als  selbständige Kirchgemeinde. Hatte  das  Anwachsen  der  Stadtbevölkerung  im  19.  Jahrhundert  zur  Bildung  überschaubarer  Kirchgemeinden  geführt,  so  bedingt  der  umgekehrte  Prozeß  in  unserer  Zeit  die Vereinigung von Kirchgemeinden zu lebensfähigen Gemeinschaften.

Bei  allem  geschichtlichen  Wandel  jedoch  sind  und  bleiben  wir  zu  allen  Zeiten  Teil  des Leibes Christi und damit der einen Kirche, die er selber, Christus, ruft und sammelt und durch seinen Geist zu einer Einheit verbindet.

Jesus Christus betete: „Ich bitte aber nicht allein für sie ( Gemeint sind diejenigen, die damals an Jesus glaubten.),  sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, das du mich gesandt hast.“
(Johannes 17, 20-21)

Frank Bliesener

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